Leinöl zum braten geeignet? ▷ Achtung – Rauchpunkt beachten

Leinöl zum braten - Darf ich dieses Öl erhitzen?

Hattest Du auch schon mal eine Flasche Leinöl in der Hand und hast Dich gefragt, ob man Leinöl zum braten verwenden kann? Im Gegensatz zu Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl ist Leinöl weniger bekannt, obwohl es eines der gesündesten Öle überhaupt ist. Warum Leinöl so gesund ist und wie man es richtig verwendet, erfährst Du hier.

Ist Leinöl zum braten geeignet? - So nutzt Du es richtig

Kurz gesagt, nein es ist nicht zum braten oder frittieren geeignet.

Leinöl hat einen nussig-herben Geschmack und ist das Superfood, um Deinen Speiseplan zu ergänzen. Ideal ist Leinöl für die kalte Küche, so z. B. für Salatdressings, Dips oder klassisch für Kartoffeln mit Quark. Wenn Du es lieber süß magst, dann kannst Du Leinöl auch unter Dein Müsli (zusammen mit Quark oder Joghurt) oder in einen Smoothie mischen.

Leinöl hat einen niedrigen Rauchpunkt und verträgt keine hohen Temperaturen…

Bei warmen Gerichten ist Vorsicht geboten. Leinöl bzw. die darin enthaltenen Fettsäuren vertragen aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung keine hohen Temperaturen. Willst Du Leinöl also unter eine Gemüsepfanne oder ein Risotto mischen, dann warte, bis das Gericht etwas abgekühlt ist. Falls Du einen Hund oder ein Pferd hast, so kannst Du Leinöl unter das Tierfutter mischen. Die Tiere bekommen davon ein glänzendes Fell und gleichzeitig wird auch die Verdauung der Tiere gefördert. Ganz nebenbei kannst Du mit Leinöl auch Deine Holzmöbel verwöhnen. Einfach das Öl mit einem Lappen auf dem Holz verteilen und schon hast Du einen nachhaltigen Holzschutz.

Welche Öle und Fette besser zum braten und frittieren geeignet sind, findest du in folgenden Beiträgen:

Welches Öl zum braten

Welches Öl zum frittieren

Leinöl und Hitze, keine gute Kombination

Mit Leinöl braten ist keine gute Idee. Hast du das vielleicht schon versucht? Dann wird dir aufgefallen sein, dass das Öl schnell zu rauchen beginnt. Die Erklärung hierfür ist simpel. Im Gegensatz zu anderen Ölen hat Leinöl einen relativ niedrigen Rauchpunkt. Konkret liegt dieser Rauchpunkt schon bei 107 Grad Celsius. Das bedeutet, dass das Leinöl ab dieser Temperatur zu rauchen beginnt. Die wertvollen Fettsäuren im Leinöl werden dann zerstört und werden teilweise in schädliche Transfettsäuren umgewandelt. Man könnte also sagen – die guten Eigenschaften des Leinöls lösen sich in Rauch auf. Diese Eigenschaft des Leinöls erklärt auch, warum Leinöl zum braten oder zum frittieren definitiv nicht geeignet ist. Merke: Leinöl immer erst nach dem Kochvorgang aufs Essen geben!

Für hohe Temperaturen brauchst du ein Öl mit hohem Rauchpunkt…

Um mit Öl braten oder frittieren zu können, benötigst du ein hitzestabiles Öl. Das sind im Prinzip alle raffinierten Öle, die einen Rauchpunkt von über 160 Grad Celsius haben. Hierzu zählen Raps- und Sonnenblumenöl, aber auch Erdnussöl sowie Olivenöl. Je nachdem, was du braten oder frittieren möchtest, stehen dir im Prinzip sämtliche raffinierten Öle zur Verfügung. Sehr hohe Temperaturen von über 200 Grad Celsius vertragen zum Beispiel Sonnenblumenöl, Erdnussöl und Olivenöl. Auch Rapsöl ist eine gute regionale Alternative, da es geschmacksneutral ist.

Öle zum braten sollten nicht kaltgepresst sein…

Achte beim Kauf darauf, dass die Öle nicht kaltgepresst sind. Diese Öle haben nämlich einen geringeren Rauchpunkt und sollten daher nicht stark erhitzt werden, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören. Kaltgepresste Öle eignen sich jedoch ideal für Salate oder kalte Speisen.

So kauft und lagerst Du Leinöl richtig

Unsere Empfehlung

Kaltgepresstes Bio-Leinöl von Steinberger

Wie bei allen Lebensmitteln gilt auch bei Leinöl, dass es möglichst frisch sein soll. Vielleicht hast Du in Deiner Nähe sogar eine Ölmühle, die Leinöl produziert. Dann solltest Du das Leinöl unbedingt regional kaufen. Alternativ kann Leinöl auch online bestellt werden. Achte beim Kauf darauf, nur kalt gepresstes Leinöl zu kaufen. Manchmal wird auch die Bezeichnung „nativ“ auf dem Etikett verwendet. Damit stellst Du sicher, dass Du ein wirklich hochwertiges Öl gekauft hast.

 

Leinöl richtig aufbewahren:

  • Angebrochen bis zu 4 Wochen im Kühlschrank
  • Dunkel und kühl lagern, deshalb in dunklen Flaschen kaufen

Immer nur kleine Mengen kaufen…

Achte unbedingt darauf, nur kleine Mengen zu kaufen. Geöffnetes Leinöl ist meist nur rund 4 Wochen haltbar. Du solltest es daher zügig aufbrauchen. Da die gesunden Inhaltsstoffe im Leinöl empfindlich auf Hitze, Licht und Sauerstoff regieren, solltest Du das Leinöl möglichst nur in dunklen Flaschen kaufen. Wichtig ist auch, dass Du das Leinöl unbedingt im Kühlschrank aufbewahrst. Ansonsten verringert sich die Haltbarkeit und das Öl schmeckt ranzig und bitter.

 

Auch von den gesunden Inhaltsstoffen ist dann nicht mehr viel übrig. Optional kann Leinöl auch eingefroren werden, um die Haltbarkeit zu verlängern. Du kannst also kleine Portionen einfrieren und dann immer genau so viel entnehmen, wie Du aktuell benötigst. Durch das Einfrieren ist das Leinöl dann mehrere Monate haltbar.

Wie wird Leinöl hergestellt?

Lein ist eine Kulturpflanze, deren reife Samen zur Ölgewinnung genutzt werden. Die gelb bis braun gefärbten Samen haben einen Fettanteil von rund 40 Prozent. Aus den Samen kann auf zwei Arten Öl gewonnen werden. Soll ein raffiniertes Öl gewonnen werden, so wird das Öl durch Lösungsmittel aus dem Samen gelöst und anschließend über mehrere Stunden auf über 240 Grad Celsius erhitzt. Diese Art der Ölgewinnung führt dazu, dass die wertvollen Inhaltsstoffe des Leinöls zerstört werden.

Sehr lecker!

Kaltgepresstes Bio-Leinöl von classio

Kalt gepresste Öle sind gesünder…

Aus diesem Grund werden Leinsamen in der Regel kalt gepresst. Man spricht auch von der Herstellung eines nativen Speiseöls. Bei dieser besonders schonenden Herstellungsmethode werden die Samen mechanisch ausgepresst. Der Vorteil dabei ist, dass alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Dem rohen Leinöl wird nichts beigemischt. Kalt gepresstes Leinöl ist also ein echtes Superfood.

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So gesund ist Leinöl

Schon in der Antike wurden die positiven Eigenschaften des Leinöls für die Gesundheit genutzt. Das Geheimnis liegt in den Leinsamen, die sehr viele Omega-3-Fettsäuren enthalten. Kein anderes Pflanzenöl enthält so viel davon wie Leinöl. Je nach Art der Herstellung hat Leinöl einen Anteil von bis zu 70 % dieser Fettsäuren. Zum Vergleich – Rapsöl hat nur einen Anteil von 9 %.

Leinöl liefert viele gesunde Fettsäuren…

Leinöl wird dadurch zum perfekten Lieferanten für diese gesunden Fettsäuren. Schon ein Esslöffel pro Tag reicht aus, um den Körper gut damit zu versorgen. Besonders hoch ist der Anteil an Alpha-Linolensäure im Leinöl. Diese Variante der Omega-3-Fettsäuren kann der Körper selbst nicht herstellen. Da sich Alpha-Linolensäure positiv auf die Cholesterinwerte und den Blutdruck auswirkt, sowie Herzkrankheiten vorbeugen soll, ist ein Teelöffel Leinöl pro Tag also ein echter Gesundheitsbooster.

Auch wertvolle, sekundäre Pflanzenstoffe sind enthalten…

Neben den gesunden Fettsäuren enthält Leinöl auch sekundäre Pflanzenstoffe, die eine schützende Wirkung haben. Die sogenannten Polyphenole wirken antioxidativ und schützen den Körper vor schädlichen Einflüssen aus der Umwelt sowie vor freien Radikalen. Ebenfalls beachtlich ist die Anzahl an Vitaminen, die in Leinöl stecken. So kannst Du Deinen Körper durch Leinöl mit Provitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K versorgen. All diese Vitamine sind wichtig für die Immunabwehr, das Nervensystem und die Blutgerinnung.

Ist Leinöl und Leindotteröl das gleiche?

Nein, denn es wird aus verschiedenen Pflanzen hergestellt und schmeckt auch unterschiedlich. Leinöl wird aus der Lein Pflanze (Flachs) gewonnen und Leindotteröl wird aus der Leindotter Pflanze gewonnen. Dabei handelt es sich um ein Kreuzblütengewächs, wie z. B. Senf.

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